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Flammensperre FS 1200 in zentraler Absauganlage der Metallbearbeitung

Wie sich anlagenweite Brandschäden in der Metallbearbeitung verhindern lassen

Ein einzelner Funke, ein überhitztes Werkzeug und aus einem lokalen Zwischenfall wird innerhalb weniger Sekunden ein anlagenweites Schadensereignis. In hochautomatisierten Fertigungsumgebungen der Metallbearbeitung breiten sich Brände und Verpuffungen über zentrale Absauganlagen rasend schnell aus und erfassen weitere Maschinen. Trotz moderner Schutzmaßnahmen bleibt die Absauginfrastruktur dabei häufig die entscheidende Schwachstelle.

Brandrisiko in zentralen Absauganlagen der Metallbearbeitung

Der Einsatz von ölhaltigen Kühlschmierstoffen gehört in der Zerspanung zum Alltag. Sie ermöglichen effiziente Prozesse und stabile Bearbeitungsbedingungen, erhöhen jedoch zugleich das Brandrisiko. Brandereignisse können dabei in nahezu allen Bearbeitungsprozessen auftreten – vom konventionellen Drehen und Fräsen bis hin zu thermisch anspruchsvollen Verfahren wie Hochgeschwindigkeitsbearbeitung, Schleifen oder Tiefbohren.
In Verbindung mit Spänen, Aerosolen und hohen Temperaturen kann sich ein brennbares Luft-Öl-Gemisch bilden. Kommt es infolge von Werkzeugbruch, instabilen Schnittbedingungen oder unkontrollierten Reibungszuständen zu einer lokalen Überhitzung, ist ein Brand schnell entstanden. Während der Arbeitsraum der Werkzeugmaschine meist durch automatische Löschsysteme gut geschützt ist, bleibt die Absauginfrastruktur häufig ein unterschätzter Gefahrenbereich.

Warum sich Brände über Absaugleitungen schnell ausbreiten

„Genau hier liegt ein kritischer Punkt“, erklärt Jonathan Schmidt, Geschäftsführer der Büchel GmbH. „Über die Absaugleitung können sich Flammen und heiße Partikel mit hoher Geschwindigkeit ausbreiten. Was als Ereignis an einer einzelnen Maschine beginnt, kann innerhalb kürzester Zeit den gesamten Maschinenpark betreffen.“

Zentrale Absauganlagen verbinden heute zahlreiche Maschinen miteinander. Was im Normalbetrieb effizient ist, kann im Brandfall zur Eskalation führen. Denn die Vernetzung schafft hochdynamische Ausbreitungsbedingungen: Bei typischen Strömungsgeschwindigkeiten von rund 10 m/s überwinden die Flammen Entfernungen von 30 m in wenigen Sekunden. Das bedeutet Produktionsausfälle, hohe Instandsetzungskosten und im schlimmsten Fall eine Gefährdung von Mitarbeitenden.

Das Problem: Klassische Schutzmechanismen wie Brandschutzklappen oder Löschanlagen reagieren gerade bei explosionsartigen Verpuffungen nicht immer schnell genug, um einen Flammendurchschlag in die Absaugleitung zuverlässig zu verhindern. Die entscheidenden Sekunden zwischen Brandentstehung und Auslösung der Schutztechnik bleiben oft ungeschützt.

Flammensperre FS 1200 zwischen Werkzeugmaschine und Absaugleitung
Die Flammensperre von Büchel wird direkt zwischen Werkzeugmaschine und Absaugleitung installiert.

Flammensperre verhindert den Flammendurchschlag

Die Flammensperre FS 1200 von Büchel setzt genau an dieser Stelle an. Sie wird direkt zwischen Werkzeugmaschine und Absaugleitung installiert und wirkt dort, wo das Brandereignis entsteht. Ein rein mechanisches Lamellensystem lässt die abgesaugte Luft ungehindert passieren, blockiert Flammen und Verpuffungen jedoch unverzüglich. Elektronik, Sensorik oder eine externe Energieversorgung sind nicht erforderlich, ebenso wenig eine Anbindung an die Maschinensteuerung.

„Dadurch arbeitet unsere Flammensperre unabhängig, ausfallsicher und dauerhaft im Hintergrund“, so Jonathan Schmidt weiter. „Sie ergänzt bestehende Brandschutzmaßnahmen gezielt und verhindert, dass sich Brände überhaupt erst in der Absauganlage ausbreiten können.“ Zahlreiche Prüfungen und Praxiseinsätze bestätigen diese Wirkung.

Vorabscheider entlastet die zentrale Filteranlage

Zusätzlich übernimmt die FS 1200 die Funktion eines Vorabscheiders. Bereits an der Schnittstelle zwischen Maschine und Absaugrohr werden größere Tröpfchen und Späne zurückgehalten. Das entlastet die zentrale Filteranlage und ermöglicht es, abgeschiedenen Kühlschmierstoff direkt in die Werkzeugmaschine zurückzuführen – ein Vorteil für Prozessstabilität und Wirtschaftlichkeit.

Geprüfte Sicherheit für vernetzte Absaugsysteme

Als Eigenentwicklung von Büchel ist die Flammensperre FS 1200 ausschließlich beim Hersteller erhältlich und konsequent auf den Einsatz in vernetzten Absaugsystemen der spanenden Fertigung ausgelegt. Ihre Wirksamkeit ist durch unabhängige Prüfstellen bestätigt. Validierungen durch die Deutsche Montan Technologie (DMT) der TÜV NORD Gruppe, das DGUV Test-Zeichen PZB08 sowie Prüfungen der BGHM belegen die Eignung zur Verhinderung von Flammendurchschlag. Darüber hinaus ist die FS 1200 seit über einem Jahrzehnt in der industriellen Praxis im Einsatz und hat sich in unterschiedlichsten Fertigungsumgebungen bewährt.

Jonathan Schmidt: „Die Flammensperre lässt sich unkompliziert in bestehende Absaugsysteme integrieren, häufig sogar ohne Produktionsunterbrechung. Unternehmen können damit auch nachträglich ihren Maschinenpark gezielt absichern und das Risiko anlagenweiter Brandschäden deutlich reduzieren.“

Weitere Informationen:
büchel.gmbh.de

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