Verliersicheres Bedienelement für höhere Prozesssicherheit in Montageprozessen
Modularer Aufbau mit zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten
Verliersichere Bedienelemente tragen entscheidend zu effizienten und sicheren Montageprozessen bei. Gehen Griffschrauben oder Klemmhebel verloren, führt das sowohl zu zusätzlichem Aufwand bei der Ersatzteilbeschaffung als auch oft zu Verzögerungen im Produktions- oder Montageablauf. Die neue Griffaufnahme der Erwin Halder KG löst dieses Problem einfach wie genial, indem sie zwei bewährte Funktionsprinzipien in einer Lösung vereint. Das Ergebnis: Das Bedienelement bleibt dauerhaft mit dem Bauteil verbunden und steht jederzeit einsatzbereit zur Verfügung.
„Die Idee zu unserer Griffaufnahme entstand aus einer ganz konkreten Kundenanforderung. Ein Kunde aus der Veranstaltungstechnik berichtete uns, dass Bühnentechniker beim regelmäßigen Auf- und Abbau von Monitorlautsprechern immer wieder Klemmhebel verloren. Das kostete Zeit und führte zu Verzögerungen im Aufbau. Gleichzeitig sollte auf sichtbare Sicherungsseile verzichtet werden. Also haben wir uns gefragt, wie sich das Problem konstruktiv lösen lässt“, berichtet Thorsten Krebs, Geschäftsfeldentwicklung bei der Erwin Halder KG, über den Auslöser zur neuen Griffaufnahme.
Auch wenn die Entwicklung ursprünglich durch eine Anwendung in der Veranstaltungstechnik angestoßen wurde, eignet sich das neue Verbindungselement für eine Vielzahl industrieller Einsatzbereiche. Überall dort, wo Bauteile regelmäßig gelöst, positioniert und wieder sicher fixiert werden müssen, sorgt die Lösung für eine komfortable Bedienung und höhere Prozesssicherheit. Typische Einsatzbereiche sind unter anderem der Maschinen- und Anlagenbau, der Vorrichtungs- und Werkzeugbau sowie Montage-, Fertigungs-, Transport- und Verpackungssysteme. Ebenso eignet sich das Normelement für Anwendungen in der Automobilindustrie, der Metallverarbeitung oder der Elektronikfertigung.


Zwei bewährte Funktionsprinzipien intelligent kombiniert
Für die Entwicklung der Griffaufnahme setzte Halder auf zwei bewährte Normelemente aus dem eigenen Sortiment: Griffschrauben und Rastbolzen. Beide ermöglichen eine werkzeuglose Bedienung und werden überall dort eingesetzt, wo Bauteile schnell befestigt, gelöst oder positioniert werden müssen. Zudem sind beide Produktgruppen in zahlreichen Größen und Ausführungen erhältlich und bieten dadurch ein hohes Maß an Flexibilität für unterschiedlichste Anwendungen.
Trotz dieser Gemeinsamkeiten erfüllen sie unterschiedliche Aufgaben. Die Kombination beider Prinzipien eröffnet völlig neue Einsatzmöglichkeiten. Griffschrauben dienen in erster Linie dazu, Verbindungen schnell und einfach manuell zu spannen, zu lösen oder nachzustellen. Rastbolzen hingegen kommen überall dort zum Einsatz, wo Bauteile wiederholgenau positioniert oder sicher arretiert werden müssen. Ihr integrierter Federmechanismus ermöglicht eine mechanische Arretierung und sorgt dafür, dass definierte Positionen zuverlässig erreicht und gehalten werden.
„Uns hat die Frage beschäftigt, wie sich die Stärken beider Normalien vereinen lassen. Wir wollten eine Lösung, die sich genauso einfach bedienen lässt wie eine Griffschraube und gleichzeitig die Sicherheit und Funktionalität eines Rastbolzens bietet. Das Ergebnis ist die Griffaufnahme. Sie übernimmt die Kraftübertragung und den Bedienkomfort einer Griffschraube und ergänzt diese um die Federrückstellung sowie die verliersichere Führung eines Rastbolzens. So vereint das Bedienelement die Vorteile beider Produktwelten“, ergänzt Thorsten Krebs.
Einfache und sichere Handhabung
Die Griffaufnahme besteht aus einem Grundkörper und einem frei wählbaren Bedienelement, beispielsweise einer Kreuzgriffschraube, einer Sterngriffschraube, einem Klemmhebel oder einer Rändelschraube. Der Grundkörper aus galvanisch verzinktem Stahl wird dauerhaft mit dem jeweiligen Bauteil verschraubt, beispielsweise mit dem Haltebügel eines Monitorlautsprechers oder einer Vorrichtung. Dank des modularen Aufbaus lassen sich unterschiedliche Bedienelemente verwenden und bei Bedarf auch nachträglich austauschen.
Im Inneren des Grundkörpers befinden sich eine Durchgangsführung für das Bedienelement sowie ein Federmechanismus. Im Ruhezustand ist das Gewinde des Bedienelements vollständig im Grundkörper versenkt und schließt bündig mit dessen Unterseite ab. Dadurch steht nichts hervor, was die Positionierung oder Montage eines Bauteils behindern könnte.

Erst wenn der Anwender den Griff gegen den Federdruck eindrückt, tritt das Gewinde aus dem Grundkörper heraus und kann in das entsprechende Gegengewinde eingeschraubt werden. Nach dem Lösen der Verbindung zieht der Federmechanismus das Gewinde automatisch wieder in die Ausgangsposition zurück. Gleichzeitig verhindert ein integrierter Anschlag, dass das Bedienelement vollständig aus der Griffaufnahme herausgezogen werden kann. Es bleibt dauerhaft mit dem Grundkörper verbunden und steht jederzeit für den nächsten Einsatz bereit.
Eine toleranzfreundliche Führung erleichtert zusätzlich die Bedienung und reduziert die Anforderungen an die Einbausituation. Die verliersichere Konstruktion verhindert darüber hinaus, dass Bedienelemente verloren gehen oder unbeabsichtigt entfernt werden können.
Die Griffaufnahme ist sowohl als einzelnes Basiselement als auch vormontiert mit verschiedenen Bedienelementen wie Kreuzgriff- oder Sterngriffschrauben erhältlich. Dank ihres modularen Aufbaus lässt sie sich flexibel an unterschiedliche Anwendungen anpassen und bei Bedarf auch nachträglich mit anderen Griffen kombinieren. Erhältlich ist sie in den Gewindegrößen M5, M6, M8 und M10.
Höhere Prozesssicherheit bei der Montage in zahlreichen Branchen
„Mit der Griffaufnahme lösen wir gleich mehrere Herausforderungen auf einmal: Sie verhindert den Verlust von Bedienelementen, vereinfacht die Montage und erhöht gleichzeitig die Prozesssicherheit. Das spart Zeit und sorgt für einen zuverlässigeren Ablauf – unabhängig von der Branche“, erläutert Thorsten Krebs. Da das Bedienelement dauerhaft mit dem Bauteil verbunden bleibt, kann es weder verloren gehen noch versehentlich entfernt werden. Das verhindert Arbeitsunterbrechungen, reduziert Such- und Beschaffungsaufwand und sorgt für einen reibungslosen Montageablauf. Darüber hinaus verhindert die verliersichere Konstruktion, dass lose Bedienelemente unbeabsichtigt in Maschinen oder Anlagen gelangen. Das reduziert das Risiko von Beschädigungen oder Verunreinigungen und trägt zu sicheren, reproduzierbaren Montageprozessen bei.
Auch die Montage selbst wird erleichtert. Im gelösten Zustand ist das Gewinde bündig in der Griffaufnahme versenkt. Dadurch lassen sich Werkstücke oder Baugruppen zunächst ungehindert positionieren und anschließend sicher fixieren. Das spart Zeit und unterstützt insbesondere Anwendungen mit häufigen Rüst-, Verstell- oder Montagevorgängen.

„Bei der Entwicklung unserer Produkte haben wir immer den praktischen Nutzen im Blick, der unseren Kunden ihren Alltag erleichtert. Mit der Konstruktion der Griffaufnahme wollten wir eine Lösung schaffen, die den Montageaufwand reduziert, den Verlust von Bedienelementen verhindert und sich gleichzeitig so einfach bedienen lässt wie eine klassische Griffschraube. Mit der Griffaufnahme vereinen wir genau diese Anforderungen in einem Bedienelement“, freut sich Thorsten Krebs.
Auf der AMB in Stuttgart können Besucher die Griffaufnahme und viele weitere Neuheiten am Messestand entdecken: Halle 3, Stand C70.
Weitere Informationen:
halder.de